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Was ist PGP?

PGP steht für "Pretty Good Privacy". Ursprünglich wurde das Programm von Phil Zimmermann für Bürgerrechtsgruppen in den USA entwickelt und permanent weiterentwickelt. Inzwischen wurde das Verfahren unter dem Namen Open PGP urheberrechtsfrei standardisiert, wodurch eine Vielzahl von Anwendungen erhältlich sind.


Bei PGP handelt es sich um eine Software zur sicheren Verschlüsselung von E-Mails und Dateien. Die E-Mails oder Dateien werden dabei so verschlüsselt, dass nur ein vorher definierter Empfänger diese später auch entschlüsseln kann. Besonders für E-Mails, die bei ihrem Transport über viele unterschiedliche Server transportiert werden, ist diese Methode sehr gut geeignet.


Da die Ver- und Entschlüsselung direkt beim Sender bzw. beim Empfänger stattfindet, kann PGP mit jedem beliebigen E-Mail Provider eingesetzt werden.


PGP ermöglicht es, die eigenen Nachrichten vor dem eigentlichen Absenden so zu verschlüsseln, dass nur der eigentliche Empfänger sie lesen kann. Für Dritte ist nur ein nicht lesbares Datenpaket zu erkennen. Dabei kommen Verschlüsselungsalgorithmen zum Einsatz, die sehr kompliziert und daher sehr sicher sind. Wie PGP genau funktioniert, wird Ihnen hier erklärt:


Wie funktioniert die Verschlüsselung PGP?


PGP verwendet eine asymetrische Verschlüsselung, d.h. es gibt zwei Schlüssel die ein Anwender besitzt: einen privaten (streng geheimen) Schlüssel und einen öffentlichen Schlüssel.


Der öffentliche Schlüssel kann beliebig an Freunde, Verwandte und Geschäftspartner verteilt werden. Dies ist sogar empfehlenswert, damit diese Nachrichten codiert an den Besitzer des Schlüssels versenden können. Das Besondere an dem Verfahren ist, dass mit dem öffentlichen Schlüssel einer Person Nachrichten nur verschlüsselt, aber niemals wieder entschlüsselt und gelesen werden können. Der Absender kann also mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers zwar eine Nachricht an ihn verschlüsseln und versenden, aber niemand außer dem Empfänger kann den Text auch wieder entschlüsseln: dafür ist nämlich unbedingt der private Schlüssel nötig. Wenn eine E-Mail einmal mit dem öffentlichen Schlüssel verschlüsselt wurde, kann sie ausschließlich mit Hilfe des dazu passenden, privaten Schlüssels gelesen werden. Deshalb muss der private Schlüssel streng vertraulich bleiben und darf auf keinen Fall weitergegeben werden.


Ebenso wichtig ist es aber, dass der öffentliche Schlüssel von Ihnen an Ihre Kontakte verteilt wird. Und genauso sinnvoll und wichtig ist es, dass Sie die öffentlichen Schlüssel Ihrer Kontakte haben, damit Sie Nachrichten an sie verschlüsseln können und nur der jeweilige Kontakt sie lesen kann.






Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Nutzung der PGP-Verschlüsselung:





    1. Am einfachsten ist die Nutzung mit Hilfe eines E-Mail Programms,
      welches das Verfahren unterstützt und insbesondere dabei
      hilft, den privaten Schlüssel sicher zu verwalten. Daher muss
      zunächst ein E-Mail Programm wie z.B. Mozilla Thunderbird oder
      Microsoft Outlook installiert und eingerichtet werden.
      Die zur Nutzung Ihrer freenet Mail Adresse notwendigen Daten finden Sie
      hier.

    2. Als nächstes installieren Sie eine  Verschlüsselungssoftware zur Erstellung und Verwaltung des Schlüssel-Paars.



Hier stehen vertrauenswürdige und kostenfreie Open-Source-Lösungen zur Verfügung. In unserem Beispiel verwenden wir Gnu Privacy Guard für das Betriebssystem Windows (http://gpg4win.org/).

Sie können aber auch eine andere Software verwenden, die erzeugten Schlüssel können in der Regel in unterschiedlichen Programmen verwendet werden.

Installieren Sie zunächst die Software  und folgen den Installationsanweisungen.

Die dazugehörige Benutzeroberfläche  nennt sich WinPT, diese ist im Downloadpaket „Gpg4win“ enthalten. Sie benötigen nur GnuPG und die Oberfläche WinPT (wie unten ausgewählt):


3. Nun folgt das eigentliche Generieren der Schlüssel. Dies kann mit Hilfe des Schlüsselverwaltungsprogramms des zuvor installierten Gnu Privacy Guard gemacht werden, welches Sie über das Startmenü aufrufen können:



4. Da Sie anfangs noch keine Schlüssel besitzen, muss der Schlüsselerzeugungs-Dialog gestartet werden. Sie werden vom Programm gefragt, ob der Dialog geöffnet werden soll.



Es kann z.B. auch eine Haltbarkeit der  Schlüssel festgelegt werden. Die Schlüsselstärke sollte dabei unbedingt auf mindestens 2048 Bit eingestellt werden. Durch Setzen des Hakens RSA-Schlüssel bevorzugen, erhöhen Sie die Kompatibilität mit anderen Schlüsseln.
Ihr privater Schlüssel ist Basis für eine sichere Verschlüsselung. Achten Sie gut auf ihn und sicher Sie ihn mit einem guten und langen Passwort! Das Passwort wird in diesem Fall bei jeder Nutzung des privaten Schlüssels abgefragt. Merken Sie sich das Passwort gut, sobald Sie es vergessen, können Sie nicht mehr die an Sie geschickten E-Mails entschlüsseln!

Nach Abschluss der Schlüsselgenerierung bietet das Programm an, Sicherungen der gerade erzeugten Schlüssel zu erstellen. Folgen Sie den Anweisungen und speichern Sie sowohl den öffentlichen als auch den geheimen Schlüssel auf einem Speichermedium ab. Danach schließen Sie das Fenster mit Klick auf "Ende".

5. E-Mails vor dem Versand verschlüsseln:

Klicken Sie beim Verfassen der E-Mail im offenen Fenster der Mail auf
„OpenPGP“ bzw. auf das GnuPG Icon  und wählen Sie „Verschlüsseln“:


Nun möchte das Programm wissen, an wen der Text gesendet wird,
d.h. mit welchem Schlüssel soll der Text verschlüsselt werden. Hierzu werden Ihnen Einträge aus dem Schlüsselbund angeboten. Der Schlüsselbund ist quasi das Verzeichnis in dem die von Ihnen hinzugefügten öffentlichen Schlüssel Ihrer Gesprächspartner.

Tipp: Um gesendete Mails später wieder selbst lesen zu können, verschlüsseln Sie die Nachrichten zusätzlich mit Ihrem eigenen öffentlichen Schlüssel.


Die hier erläuterte Verschlüsselungssoftware ist ein Beispiel für viele verschiedene Verschlüsselungsprogramme und soll einen Anhaltspunkt geben, falls Sie über die Nutzung von PGP nachdenken.







Wie sicher ist PGP?


Bei einer Schlüssellänge von mindestens 2048 Bit ist eine Entschlüsselung auf dem Weg zum Empfänger nach heutigem Stand der Technik praktisch ausgeschlossen.


Die Sicherheit steht und fällt allerdings mit der Sicherung des privaten
Schlüssels! Sollten Dritte Zugang zu Ihrem privaten Schlüssel erhalten, können alle an Sie gerichteten Nachrichten entschlüsselt werden und darüber hinaus auch in Ihrem Namen Nachrichten gesendet werden.
Ein sicheres Passwort ist daher sehr wichtig.


Nutzen Sie nur die öffentlichen Schlüssel bei denen Sie ganz sicher
sind, dass diese wirklich vom Empfänger selbst ausgegeben wurden. Die Echtheit der Schlüssel lässt sich anhand einer „Fingerabdruck“ genannten Prüfsumme oder über Signaturen anderer vertrauenswürdiger
Nutzer überprüfen.


Zusätzliche Sicherheit erzielen Sie, in dem Sie die Gültigkeit Ihrer Schlüssel zeitlich begrenzen. Weiterhin kann ein unsicher gewordener Schlüssel über ein „Revocation Certificate“ als ungültig markiert werden.






Weitere Informationen:


Die obigen Informationen können bei einem komplexen Thema wie Kryptographie nur einen ersten Überblick bieten und so den Einstieg erleichtern.
Weitere Informationen finden Sie unter anderem unter folgendem Link:


https://www.datenschutzzentrum.de/selbstdatenschutz/internet/pgp/index.htm

Weitere Stichworte: Sicherheit, PGP, Verschlüsselung, verschlüsseln, GnuPG
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